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10 Dinge, die du wahrscheinlich noch nicht über Reykjavik wusstest

Maria Menzel
Von Maria Menzel
Reisejournalistin in Berlin
© Alexey Stiop/Shutterstock.com

Falls du es noch nicht mitbekommen hast: Island ist total in. Nicht erst seit dem kollektiven “Hu! Huh! Hu!” der isländischen Fußballfans während der EM 2016. Allein schon wegen Reykjavik, der nördlichsten Hauptstadt der Erde. Neben Sonnenfahrt und Hallgrímskirkja hat die 120.000-Einwohner-Metropole noch allerhand mehr zu bieten.

Reykjavik Insider Tipps & Fakten

Reykjavik Insider Tipp 1: Ganz natürlich heiß baden

Auch wenn keine Sehenswürdigkeiten-Hitliste ohne die Blaue Lagune auskommt: Es gibt Alternativen zum Bad in dem berühmten geothermalen Heißwassersee – die weniger als 50 Euro kosten und ohne Voranmeldung und Wartezeiten auskommen.

Reykjavik blaue Lagune
©Alla Laurent/Shutterstock.com

Auf der Website hotpoticeland.com finden Abenteurer auf einer Karte neben städtischen Schwimmbädern mit Hot Pots auch natürliche oder öffentliche kostenlose Heißwasserpools. Hartgesottenen sei „Nautholsvik“ empfohlen, ein künstlich aufgeschüttetes Nordatlantik-Strandbad im Süden der Stadt – in dem das Wasser Dank geothermaler Strömungen aber in der Regel auch zwischen 18 und 20 Grad Celsius hat.

Lesetipp: Warum du vor allem im Sommer unbedingt nach Island reisen solltest, erfährst du hier.

Reykjavik Insider Tipp 2: Nordische Tapas

Zugegeben: Wer würde sich auf der Suche nach isländischen Spezialitäten schon in eine Tapas-Bar verirren? Glücklich derjenige, der es trotzdem tut – denn die „Tapas barinn“ in der Vesturgata im Zentrum Reykjaviks lockt neben Pimientos, Papas und Chorizo mit einer bunten Auswahl isländischer Interpretationen dieser spanischen Tradition.

Isländische Tapas
©tapas.is

Neben geräuchertem Papageientaucher mit Blaubeer-Brennivín-Sauce und mit Knoblauch gebackenen Hummerschwänzen steht hier auch Wal mit Cranberrysaft auf der Karte. Serviert wird alles tapastypisch in Probierportionen – allerdings zu Hauptgerichtpreisen. Ein Insider-Tipp für besondere Anlässe.

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Reykjavik Insider Tipp 3: Würstchen im Schlafrock

Richtig ist: Der Hot Dog ist Islands heimliches Nationalgericht. Auch, dass der Imbiss “Baejarins beztu pylsur” nahe der Harpa die bekannteste Adresse für diese Spezialität ist, bleibt unumstritten. Spätestens seit Bill Clinton hier ein Exemplar „nur mit Senf“ bestellte, hält sich vor der Blechbude nahe der Harpa hartnäckig eine lange Warteschlange. An der Frage, ob der hiesige Hot Dog auch der beste der Stadt sei, scheiden sich allerdings die Geister. Weniger berühmt, dafür garantiert lecker ist hingegen der „með öllu“ – der Hot Dog mit allem – bei “Texasborgarar”. Nicht nur das Menü huldigt hier explizit der amerikanischen Fastfood-Kultur, sondern auch der Laden selbst, ein Museum für US-Werbe- und Musikplakate und andere Artefakte.

Reykjavik Insider Tipp 4: Der charmanteste Ausblick der Insel

Was auf den ersten Blick eben wie ein alter pittoresker Leuchtturm anmutet, entpuppt sich beim Hineingehen als charmantestes Café der Region.

Reykjavik Gardur Leuchtturm
©Hermann Sigurdsson/Shutterstock.com

Wer im „Flösin Kaffihús“ im Erdgeschoss des Gardur-Leuchtturms eine heiße Schokolade bestellt und damit den Aufstieg über die steilen Treppen wagt, kann seine Heißgetränk windgeschützt und mit 360-Grad-Ausblick im ehemaligen Lampenhaus genießen. Wo einstmals das Leuchtfeuer den Schiffen den Weg wies, befindet sich heute eine kleine Bar mit Sitzhockern.

Reykjavik Fakt 5: Paradies für Kaffeetrinker

Koffeinjunkies finden sich in Island im siebten Himmel wieder. Kaffee gilt hier als Nationalgetränk. Er wird nicht nur als ausgefallene Vollautomatenkreation, sondern selbst in den hippsten Cafés auch in der guten alten Drückkanne serviert. Der absolute Vorteil auf der ansonsten eher teuren Insel: „free refill“ – Nachfüllen erlaubt.

Reykjavik Insider Tipp 6: Hier gibt’s was auf die Ohren

So klein die Hauptstadt Islands mit ihren 120.000 Einwohnern scheinen mag, so groß ist doch die hiesige Kulturszene. Zahlreiche Festivals locken jedes Jahr mehrere Zehntausend auch ausländische Besucher nach Reykjavik. Eines der beliebtesten: das fünftägige Musikfestival “Iceland Airwaves”, bei dem seit 1999 jedes Jahr im November neben internationalen vor allem auch isländische Newcomer die Bühnen rocken – ein Eldorado für alle, die neues auf die Ohren wollen oder auf der Suche nach Nachwuchstalenten sind. Das Festival findet 2016 vom 2. bis 6. November statt. Also schnell Flug buchen und Musik genießen!

Reykjavik Insider Tipp 7: Ein Museum, das unter die Gürtellinie zielt

Etikette? Weit gefehlt. Trotz allen Anstands beherbergt Reykjavik auf seiner zentralen Flaniermeile “Laugavegur” auch eine Kultureinrichtung, die nicht jedermanns Sache sein dürfte: das “Phallusmuseum”.

Reykjavik Phallusmuseum
©phallus.is

Vom Wal bis zum Hamster: Mehr als 100 Exponate zeigen die besten Stücke von Säugetieren – aber auch von Menschen, die ihr Gemächt dem Museum per Testament vermacht haben.

Reykjavik Insider Tipp 8: Sei ein spontaner Schöngeist

Ja, die “Harpa” ist ein Muss! Das im Mai 2011 neu eröffnete Konzerthaus im Hafen von Reykjavik lockt mit seiner durch und durch gläsernen Fassade Touristen aus aller Welt an. Neben dem klassischen Programm hat sich das Haus unter anderem mit einem englischsprachigen Stück über isländische Sagas auch auf ausländische Besucher eingestellt.

Reykjavik Harpa
©Banet/Shutterstock.com

Im Untergeschoss der Harpa versteckt sich ein 360-Grad-Kino, der Iceland Expo Pavilion. Alle 30 Minuten findet hier eine kleine Reise zu den isländischen Naturwundern statt. Karten gibt es im Direktverkauf. Ein spontanes “Harpa”-Erlebnis auch für alle, die kein Abendkleid im Trekkingrucksack dabeihaben.

Reykjavik Fakt 9: Abtauchen zwischen den Kontinenten

Neben Gletschern und Vulkanen hat Island (mindestens) ein weiteres natürliches Highlight zu bieten: die Kontinentalspalte, die das Land einmal quer von Nordosten nach Südwesten durchzieht. Hier treffen die nordamerikanische und die eurasische Kontinentalplatte aufeinander, genauer: driften auseinander – jedes Jahr zwischen einen und 20 Zentimeter. Zwar liegt der Großteil der Kontinentalspalte unter der Erde verborgen.

Reykjavik Silfra Taucher
©nudiblue/Shutterstock.com

An der Silfra-Spalte im Thingvellir-Nationalpark 30 Kilometer östlich von Reykjavik lässt sich das Schauspiel jedoch bestaunen – unter Wasser. Eingepackt in Thermo- und Taucheranzug können Abenteurer die tektonische Plattenverschiebung hier in dem zwei bis vier Grad Celsius kalten Gletscherwasser schnorchelnd erkunden. Wer sich lieber trockenen Fußes einen Eindruck verschaffen möchte, kann dies an der Brücke zwischen den Kontinenten im Südwesten der Stadt tun.

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Tipp 10: Ein Fass aufmachen

Hotels in Island sind teuer (es gibt aber auch günstige Übernachtungen hier), Camping ist eine beliebte Alternative unter Reisenden. Wer trotzdem mal eine Auszeit vom Zelten braucht, findet auf der Insel Heimaey südöstlich von Reykjavik ein besonderes Übernachtungserlebnis.

Reykjavik Westman Islands
©VisitWestmanIslands.com

Heimaey ist zwar längst nicht mehr im Stadtgebiet, sondern 100 Kilometer entfernt, aber den Tipp wollen wir dir als Island-Fan dennoch nicht vorenthalten: Hier im Herjólfsdalur-Tal „glampen“ Gäste in liebevoll eingerichteten Holzfässern – fast direkt unterm Sternenhimmel.

Na, Lust bekommen, zu den Geysiren und Vulkanen zu reisen?

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