Discover Airlines ist der Ferienflieger der Lufthansa-Gruppe und fliegt ab Frankfurt und München zu über 60 beliebten Ferienreisezielen. Die Airline hieß bisher Eurowings Discover, hat sich aber umfirmiert, um endlich mit der Verwechslung zur anderen Lufthansa-Tochter Eurowings aufzuräumen.
Buchung bei Discover
Du kannst Discover Flüge buchen über:
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Die Discover-Webseite
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Die Buchungskanäle der Lufthansa Group
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Willst du dir einen Schritt sparen, such direkt auf der Lufthansa-Page nach deinem Flug, denn die Discover-Website leitet dich sowieso zur Lufthansa weiter und du musst alle Daten nochmal eingeben.
Die Suchfunktion auf der Discover-Webseite ist zugegebenermaßen etwas gewöhnungsbedürftig. Du gibst kein Datum ein, sondern nur deine Urlaubslänge, und bekommst dann entsprechende Vorschläge angezeigt. Ein kleiner blauer Flügel zeigt die Verbindungen an, die direkt von Discover übernommen werden, andere werden von Lufthansa oder Partnern durchgeführt.
Buchungsklassen bei Discover Airlines
Derzeit sind 30 Flugzeuge in der Flotte von Discover im Einsatz (14 Airbus A330 und 16 Airbus A320). Schön, wie ich finde, dass die Airline nur Airbusse nutzt und weitere sind bestellt, darunter vier A350-900 in den kommenden Jahren. Zudem ist das neue Bordprodukt „Ocean Blue” für die Langstreckenflieger in naher Zukunft angekündigt. Das neue Produkt umfasst unter anderem 17,3-Zoll-4K-Monitore in der Business Class und besonders schnelles Internet. Bis dato hast du die Möglichkeit zwischen Economy und Business Class auf Kurz- und Mittelstrecke und Economy, Premium Eco und Business Class auf Langstrecke zu wählen.
Discover Economy Class
Wenn du die Economy Class bei Discover wählst, stehen dir je nach Strecke 4–5 verschiedene Tarife zur Auswahl. Beim Economy Light gehört ein Handgepäck dazu, auf der Langstrecke auch eine Mahlzeit mit Getränken. Auf Kurz- und Mittelstrecke musst du dir Speisen dagegen kaufen. Alles andere, wie Aufgabegepäck oder Sitzplatzreservierung, musst du extra bezahlen.
Die Sitzplatzregelung unterscheidet sich je nach Strecke. Auf Kurz- und Mittelstrecke ist in drei von vier Economy-Tarifen (Classic, Green, Flex) die Sitzplatzreservierung im Preis inbegriffen – im Economy Light nicht. Bei Langstreckenflügen musst du in den meisten Tarifen für deinen Sitzplatz bezahlen, wenn du ihn vorher aussuchen möchtest – nur im Economy Flex ist die Reservierung inklusive. Dabei wird zwischen „Standard Seat”, „Seat in preferred seating zone”, „Extra Legroom Seat” und auf Langstrecken zusätzlich „Legroom Seat” unterschieden.
Discover Premium Economy
Die Premium Economy bei Discover ist recht klein mit einer 2–3–2 Konfiguration, wobei ihr das eine besonders exklusive Note verleiht. Die Sitze sind breiter und du hast bis zu 50 % mehr Beinfreiheit. In den meisten Tarifen kannst du 2 Gepäckstücke bis zu 23 kg aufgeben, im Premium Economy Light ist es allerdings nur eins.
Bei der Buchung kannst du zwischen 5 verschiedenen Tarifen wählen (Light, Basic, Basic Plus, Green und Flex), die sich hauptsächlich bei den Konditionen für Stornierung oder Umbuchung unterscheiden, wobei der Green-Tarif zusätzlich Nachhaltigkeits- und Meilenvorteile bietet. Egal, welchen Tarif du wählst, für die Sitzplatzauswahl musst du extra zahlen. Die Sitze kosten alle gleich, ich würde das aber auf jeden Fall nutzen, um einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern.
Discover Business Class
Für einen Ferienflieger kann auch die Discover Business Class richtig viel, gerade auf Langstrecke. Die bisherige Konfiguration folgt einem 2–2–2 Layout, aber AAA („All Aisle Access”) kommt für die neue Generation.
Und schon jetzt lässt es sich ziemlich gut in Business bei Discover fliegen. Es gibt zwar wenig Privatsphäre, allerdings lassen sich die Sitze zu einem vollflachen Bett ausklappen. Und während es keine Matratzentopper gibt, hat der Sitz eine Massagefunktion und du kannst auf Knopfdruck die Polsterhärte bestimmen, sogar für verschiedene Teile des Sitzes. Natürlich gibt es auch ein gemütliches Kissen und eine Decke.
Das Amenity Kit von Discover ist nicht wirklich spannend. Allerdings kannst du es danach als Wäschebeutel benutzen, für mich ein klarer Vorteil zu all den kleinen Kosmetiktäschchen, die man sonst bekommt.
Zu den weiteren Vorteilen gehören zwei Handgepäckstücke. Beim Aufgabegepäck kommt es auf den Tarif an: Im Business Light ist ein Gepäckstück bis 32 kg enthalten, ab Business Basic sind es zwei. Außerdem kannst du den Priority-Check-in und -Boarding nutzen. Bei der Sicherheitskontrolle kommt es auf den Airport an (Priority Lane sofern verfügbar). Lounge-Zugang gibt es nur an einigen Flughäfen mit Lufthansa-Group- oder Partner-Lounges. Alternativ würde ich dir vorschlagen, dir eine Priority Pass Mitgliedschaft zu holen. Damit kannst du dir dann einfach die schönste Lounge aussuchen.
Ein Nachteil bei Kurz- und Mittelstreckenflügen: Es gibt keine gesonderte Business Class Bestuhlung, sondern es wird der Nebensitz freigehalten, sofern verfügbar. Bist du nicht auf das zusätzliche Gepäck etc. angewiesen, dann würde ich lieber Economy buchen und für meinen bevorzugten Sitzplatz extra zahlen.
Check-in
Für viele Flüge kannst du einen Online Check-in 30 Stunden vor Abflug nutzen. Das verkürzt die Zeit am Flughafen, spart allerdings nicht das Schlangestehen, wenn du Gepäck aufgeben musst. Je nach Flughafen und Strecke ist ein Online Check-In auch nicht immer möglich.
Check-in in Deutschland
Am Frankfurter Flughafen checkst du im Terminal 1 ein (Halle B, Zone 14). Am Münchner Flughafen ist es inzwischen einfacher: Check-in und Abflug sind beide im Terminal 2 – du findest die Discover-Schalter bei Lufthansa auf Ebene 4.
Beide Flughäfen haben reguläre Check-in-Schalter sowie Priority Check-in-Schalter. Diese dürfen genutzt werden von:
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Business Class und Premium Economy Reisenden
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Miles & More Senator und HON Circle Mitgliedern
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Reisenden mit Star-Gold-äquivalentem Status bei United oder Aeroplan
An beiden Flughäfen gibt es zusätzlich Automaten sowohl für Check-in als auch um dein Gepäck aufzugeben. Diese solltest du auf jeden Fall nutzen, wenn du Zeit sparen willst. Und keine Sorge –, meistens ist auch Personal zur Stelle, um dir zu zeigen, wie du das Gepäcketikett richtig anbringst oder wenn du Fragen hast.
Check-in im Ausland
Für die internationalen Flughäfen findest du Informationen über die Check-in-Terminals auf der Webseite von Discover. Überprüfe auf jeden Fall, von welchem du abfliegst, bevor du zum Flughafen fährst. Nicht alle Flughäfen bieten die Möglichkeit, schnell und kostenlos von einem Terminal zum anderen zu kommen. So musste ich in Cancún schon mal $20 für eine 5-minütige Taxifahrt bezahlen, weil ich am falschen Terminal stand.
Die Schalter werden je nach Flughafen unterschiedlich früh geöffnet, mal 2,5, mal 3 oder auch 3,5 Stunden vor Abflug. Es ist also eine gute Idee, das vorher nochmal zu überprüfen. Ich stand kürzlich überpünktlich am Marrakesch Flughafen am Discover Schalter und musste feststellen, dass es dort erst zwei Stunden vor Abflug mit dem Check-in losgeht.
Angebot an Bord
Was erwartet dich an Bord bei einem Discover Flug? Neben freundlichem und kompetentem Personal erwarten dich folgende Annehmlichkeiten:
Mahlzeiten
„Let’s discover Gaumenfreude” lautet das Motto für das Catering bei Discover. Wie viel Freude das macht, hängt von deiner Buchungsklasse ab, wobei ich finde, dass Discover sich wirklich Mühe gibt.
Ab der Premium Economy gibt es auf der Langstrecke echtes Porzellan und Gläser, und in der Economy Class wird Bambusbesteck statt Plastik verwendet. Auf der Karte stehen abwechslungsreiche Gerichte mit vegetarischen und nicht-vegetarischen Spezialitäten sowie internationalen Kreationen. Das Ergebnis ist manchmal eine etwas zu bunte Mischung, aber lecker. Ein Highlight für mich: In allen Klassen gibt es immer eine vegetarische Option. Vegane, koschere, laktosefreie oder glutenfreie Alternativen kannst du kostenfrei bis 48 Stunden vor Abflug vorbestellen.
Ein besonders leckeres i-Tüpfelchen sind die warmen Discover Cookies auf Langstrecke und die Cocktailkarte in der Business Class – es gibt übrigens auch alkoholfreie Optionen. In der Business Class musst du natürlich auch auf Champagner und eine Auswahl an Weinen nicht verzichten.
Unterhaltungsprogramm
Je nach Strecke steht dir ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm an Bord zur Verfügung. Das gilt als eines der umfangreichsten kostenfreien Entertainmentangebote Europas. Es gibt eine recht gute Auswahl an Spielfilmen und Serien sowie Musik, einige Hörbücher und Podcasts. Dazu gehört sogar mein Lieblings-Podcast „Reisen Reisen”, bei dem ich auch schon zu Gast sein durfte. Auf Langstrecken hast du einen persönlichen HD-Bildschirm im Sitz vor dir und kannst zusätzlich die Onboard Cloud nutzen; auf Kurz- und Mittelstrecke musst du dein eigenes Gerät mit der Onboard Cloud verbinden.
WLAN
Zusätzlich gibt es Internet, das Discover FlyNet®, das auf fast allen Langstreckenflugzeugen verfügbar ist. Aktuell wird WLAN nur auf der Langstrecke angeboten. Es gibt verschiedene Pakete – darunter ein kostenloses Messaging-Paket –, die du an Bord entweder mit Kreditkarte, Apple Pay oder in Meilen bezahlen kannst. Was ich praktischer finde: Kauf dir schon vorher einen Voucher über den Lufthansa/Telekom Ground Shop online.
Discover Vielfliegerprogramm
Als Tochter der Lufthansa Group ist Discover Airlines natürlich auch Partner von Miles & More. So kannst du auf allen Flügen Meilen sammeln. Wie viele du bekommst, hängt vom Flugpreis ab: Du erhältst mindestens 4 Prämienmeilen pro Euro Flugpreis.
Hast du schon Status und bist Frequent Traveller, Senator oder HON Circle Mitglied, dann gibt es einen Executive Bonus von 25 % auf deine Meilen. Discover hat auch einen Economy Green Tarif, mit dem es zusätzliche Points und Meilen gibt.
Je mehr Meilen du sammelst, desto mehr Status bekommst du und desto mehr Privilegien kannst du beim Fliegen nutzen. Dazu gehört zum Beispiel Priority Check-in für Senator und HON Circle Mitglieder. Außerdem kannst du mit deinen Meilen neue Flüge oder Upgrades bezahlen sowie Hotel und Mietwagen buchen. Und das übrigens nicht nur bei Discover Airlines, sondern bei allen Fluggesellschaften, die an das Miles & More Programm angeschlossen sind, inklusive der Star Alliance Partner.
Alternativ kannst du die Meilen eines Discover Fluges dem Air Canada Aeroplan oder United MileagePlus Vielfliegerprogramm gutschreiben lassen.
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