Bei KLM ist das Flugerlebnis typisch niederländisch. Probiere es bei deinem nächsten Flug doch mal aus! Als Vielfliegerin, die in Amsterdam (dort hat KLM seinen Firmensitz) lebt, weiß ich den zuverlässigen Service der Airline unabhängig von Kabinenklasse und Reiseziel sehr zu schätzen. Hier erfährst du alles, was du wissen musst – und noch ein paar Tipps von einer Insiderin, die regelmäßig mit KLM fliegt.
Warum solltest du KLM in Betracht ziehen?
KLM betreibt ein umfassendes weltweites Streckennetz. Dazu zählen Transatlantikflüge ebenso wie zahlreiche Flugstrecken nach Afrika und Asien. Die Preise sind nicht unbedingt die günstigsten. Aber meiner Ansicht nach sind der zuverlässige Service, die durchdacht gestalteten Kabinen und die professionelle Crew den Aufpreis wert. Außerdem hebt sich die Airline durch einige Extras wie kostenlose Snacks und Getränke auf europäischen Strecken ab.
Als älteste Airline, die immer noch unter ihrem ursprünglichen Namen operiert – und das nach über einem Jahrhundert – konnte KLM viele Dinge aus der Praxis lernen und umsetzen. Bei einer der renommiertesten und sichersten Airlines der Welt bist du in guten Händen.
KLM bietet zudem einige nette Extras, die den Unterschied zur Konkurrenz machen. An meinem Geburtstag und am Muttertag war ich angenehm überrascht, Gutscheine von KLM in meinem E-Mail-Postfach zu finden.
KLM: Tarifklassen und Preise
Die Tarifstruktur bei KLM hat zwei Ebenen: die Kabinenklasse (Economy, Premium Comfort oder Business Class) und die Preisstufe (Light, Standard oder Flex). In Premium Comfort erwartet dich mehr Platz und Luxus als in Economy, aber zu einem niedrigeren Preis als in World Business Class. Die Business Class wiederum kostet deutlich mehr als Economy. Innerhalb der Kabinenklasse bestimmen die Preisstufen, was inklusive ist: zum Beispiel Umbuchungsgebühren, Sitzplatzwahl und Aufgabegepäck.
Beachte, dass bei der Online-Flugsuche die Preiskategorie Light offiziell der Tarif ist, der für die Reise in der Economy Class „dem Kunden den niedrigsten verfügbaren Preis bietet“. Wenn du einen bestimmten Flug auswählst, siehst du auch die teureren Optionen.
Meiner Erfahrung nach lohnt es sich, den etwas teureren Standard-Tarif zu buchen. Es sei denn, du reist nur mit Handgepäck, das du unter dem Sitz vor dir verstauen kannst, und hast nichts dagegen, in der Mitte zu sitzen.
KLM Treueprogramme und Buchen mit Meilen
Flying Blue ist das gemeinsame Treueprogramm von KLM und Air France. Du kannst kostenlos Mitglied werden. Deine gesammelten Meilen und Experience Points (XP) und erreichten Statusstufen (für Neumitglieder Explorer, danach Silver, Gold oder Platinum) kannst du für Vorteile wie kostenlose Sitzplatzwahl, Priority Boarding und mehr nutzen. Du kannst Flüge gegen Bezahlung, mit Meilen oder auch mit Meilen von Programmen der Partner wie Delta SkyMiles buchen.
Wenn deine nächste Reise bevorsteht, dann behalte unbedingt die Website von KLM im Auge. Die Airline veröffentlicht monatlich „Promo Rewards“ mit ermäßigten Prämientickets. Dabei wurden in der letzten Zeit zum Beispiel Sitzplätze in der Business Class für Transatlantikflüge ab 45.000 Meilen angeboten.
KLM Economy
Die Economy-Kabine von KLM ist vergleichbar mit dem Standard der meisten großen europäischen Fluggesellschaften: effizient und relativ komfortabel komfortabel, jedoch nichts Besonderes. Bei Standard- und Flex-Tickets ist ein Aufgabegepäckstück (bis zu 23 kg) enthalten. Die Sitze unterscheiden sich je nach Flugzeug. Die Boeing 777-300ER hat ein 3-4-3-Layout, der Boeing 787-9 Dreamliner ein 3-3-3-Layout, der Airbus A330 verfügt über ein 2-4-2-Layout, die Boeing 737-800 hat eine 3-3-Anordnung und die Embraer 195-E2 eine 2-2-Konfiguration).
Expertentipp: Auf einigen Langstreckenflügen gibt es im hinteren Teil des Flugzeugs mehrere Reihen mit nur zwei Sitzen. Beim Airbus A330 befinden sich im ganzen Flugzeug entlang der Fenster Reihen mit zwei Sitzen. Die Boeing 777-300ER wird nach hinten schmaler und hat in den letzten Reihen ebenfalls paarweise angeordnete Sitze. Wenn es dich nicht stört, dass hier oft Passagiere für die Toiletten anstehen und du vermutlich erst spät aussteigen kannst, bieten diese Reihen zusätzliche Privatsphäre, falls ihr zu zweit fliegt.
KLM Premium Comfort
Premium Comfort ist die neueste Kabinenklasse von KLM, in der du komfortabler fliegst als in Economy, ohne den Preis für die Business Class zu zahlen – eine durchaus brauchbare Option. Ich bin schon mehrmals in dieser Klasse geflogen und damit besonders nach langen Flügen viel erholter an meinem Reiseziel angekommen.
Bei Standard- und Flex-Tickets in Premium Comfort sind zwei Aufgabegepäckstücke (jeweils bis zu 23 kg) und freie Sitzplatzwahl enthalten. Letztere hat mir schon viel Geld gespart, da ich oft mit meiner Familie reise. Außerdem kannst du bei der Sicherheitskontrolle die SkyPriority-Schlange nutzen, sofern verfügbar. Dies kann an stark frequentierten Drehkreuzen wie Amsterdam Schiphol oder Paris Charles de Gaulle ein riesiger Vorteil sein. Achtung: Bei Light-Tickets in Premium Comfort ist kein Aufgabegepäck enthalten. Für die Sitzplatzwahl fällt möglicherweise eine Gebühr an.
Ein Hinweis für Eltern, die mit kleinen Kindern reisen: Die Armlehnen in der Premium Comfort-Kabine sind fest installiert und lassen sich nicht hochklappen. Da viele kleine Kinder (wie meine) am liebsten im Liegen schlafen, kann das Einschlafen etwas schwierig werden.
Premium Comfort ist in allen Flugzeugen der Typen 777 und 787 auf Interkontinentalstrecken verfügbar. Diese Kabinenklasse findest du auf Flügen an beliebte Reiseziele im Streckennetz von KLM, zum Beispiel nach New York, Los Angeles, Austin, Toronto oder Calgary.
KLM European Business Class
Die Business Class von KLM ist in zwei verschiedenen Varianten verfügbar: Die World Business Class ist auf Flügen zu Zielen außerhalb Europas buchbar. Die entsprechend benannte European Business Class gibt es auf innereuropäischen Flügen. Wie bei einigen anderen Airlines in Europa gilt auch hier: Die Business Class ist kein sonderlich bedeutendes Upgrade.
Du erhältst einige der üblichen Vorteile wie Lounge-Zugang über SkyPriority. Wie die Mahlzeiten ausfallen, hängt von der Flugdauer ab. Auf sehr kurzen Flügen gibt es ein Sandwich oder Gebäck. Bei Flügen innerhalb Europas erwartet dich oft eine „Deluxe Meal Box“ mit einem Appetithäppchen, einem Salat und einem Dessert. Ein warmes Sandwich oder eine Box mit einem warmen Snack erwartet dich auf längeren Flügen in Europa. Die Sitze sind im Vergleich zur Economy nur wenig größer. Der größte Unterschied: In den Dreierreihen bleibt der Mittelplatz frei. Und bei
Cityhopper-Flügen mit Zweierreihen gibt es ohnehin keinen Mittelplatz. Meiner Erfahrung nach ist ein Business Class-Ticket für innereuropäische Flüge nur dann sinnvoll, wenn du einen langen Zwischenstopp hast und den Lounge-Zugang nutzen kannst.
Denke daran, dass auch in der Business Class von KLM unterschiedliche Preiskategorien existieren. Standard- und Flex-Tickets beinhalten zwei Aufgabegepäckstücke (jeweils maximal 32 kg), während bei Light-Tickets nur ein Aufgabegepäckstück (bis zu 32 kg) erlaubt ist.
KLM World Business Class
Auf Langstreckenflügen bieten die World Business Class-Kabinen von KLM, deren Upgrade kürzlich abgeschlossen wurde, wirklich alles, was dein Herz begehrt. Hier genießt du maximalen Komfort und echte Entspannung, was die Kosten (oder die eingelösten Meilen) tatsächlich rechtfertigt. Mein Tipp: Wenn du es dir leisten möchtest (oder über deine Firma abrechnen kannst), dann gönne dir auf jeden Fall dieses Business Class-Ticket.
Inbegriffen in deinem Business Class-Ticket der Tarife Standard und Flex ist der Lounge-Zugang. Der Light-Tarif ist davon ausgenommen, der Zugang jedoch gegen Bezahlung möglich. Wenn du über den Flughafen Amsterdam Schiphol reist, dann besuche unbedingt die beiden KLM Crown Lounges: die Crown Lounge im Schengen-Bereich (Lounge 25) und die Crown Lounge im Non-Schengen-Bereich (Lounge 52). In beiden Lounges habe ich selbst bereits viel Zeit verbracht. Zwar kann es hier etwas voller werden, aber das Ambiente ist viel entspannter als in den überfüllten öffentlichen Bereichen des Flughafens. Die Lounge im Bereich für Non-Schengen-Flüge erstreckt sich auf zwei Ebenen. In der „Sky“-Zone oben befinden sich die Blue Bar und das Blue Restaurant.
An Bord kannst du dich ebenfalls auf ein gehobenes Flugerlebnis freuen. KLM hat bei seiner gesamten 777-Flotte das Upgrade abgeschlossen. Die neuen Sitze in der World Business Class sind in einer 1-2-1-Konfiguration angeordnet. Dadurch haben alle Passagiere direkten Zugang zum Gang. Eine leichte Schiebetür sorgt für mehr Privatsphäre. Besondere Pluspunkte vergebe ich persönlich dafür, dass alle Sitze direkten Zugang zum Gang haben – perfekt für Passagiere (wie mich), die sich gerne die Beine vertreten. Für Bordunterhaltung stehen 16 bis 18 Zoll große Bildschirme zur Verfügung.
WLAN und Bordunterhaltung bei KLM
Wie die meisten großen Fluggesellschaften hat KLM sein In-Flight-Entertainment-System für Langstreckenflüge deutlich verbessert. Ich freue mich jedes Mal darauf, es mir in meinem Sitz gemütlich zu machen und durch die umfangreiche Mediathek zu scrollen. Hier kann ich Filme, TV-Sendungen, Podcasts und Spiele auf einem hochwertigen Bildschirm im Vordersitz mit toller Audioqualität genießen. Für Flying Blue-Mitglieder ist auf Interkontinentalflügen mit WLAN kostenloser Nachrichtenversand verfügbar. Auf innereuropäischen Flügen mit WLAN bekommen Flying Blue-Mitglieder einen Pass für kostenfreies WLAN.
In der Business Class und Premium Comfort ist das Erlebnis noch angenehmer. Die Bildschirme sind größer (16 bis 18 Zoll in der Business Class, 13,3 Zoll in Premium Comfort) und die Kopfhörer bieten eine Top-Audioqualität. Auf innereuropäischen Flügen gibt es in der Regel keine Bildschirme im Vordersitz. Stattdessen ist Bordunterhaltung über den „KLM WiFi Pass“ verfügbar. Darüber kannst du Filme, Serien und Musik direkt auf deine eigenen Geräte streamen. KLM erweitert sein WLAN-Programm auf immer mehr Maschinen in der Flotte. Wenn du an einem Flugzeug ein Logo oder einen Sticker mit WLAN-Logo entdeckst, kannst du als Flying Blue-Mitglied kostenlosen Nachrichtenversand nutzen (und auf Flügen in Europa sogar einen Pass für vollständiges WLAN).
Kreditkarten und Meilen zum Buchen von KLM-Flügen nutzen
Punkte für Flying Blue kannst du auch durch das Einkaufen über Kreditkarten mit Co-Branding sammeln. Dazu zählt etwa die Air France-KLM World Elite Mastercard der Bank of America. Nutze entsprechende Karten, um Punkte zu sammeln, auch durch attraktive Willkommensboni.
Auch Punkte von verschiedenen Kreditkarten-Programmen kannst du einfach in Flying Blue-Meilen verwandeln. Zu den beliebtesten Programmen im deutschsprachigen Raum gehören American Express Membership Rewards, Diners Club Rewards und Marriott Bonvoy. Außerdem hat Flying Blue in der Vergangenheit auch schon Boni für die Übertragung von Punkten verschiedener Kreditkartenprogramme angeboten, die durchaus bei 20 bis 25% liegen können. Halte also nach solchen Deals Ausschau.
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