Nesma Airlines ist eine ägyptische Fluggesellschaft mit Sitz in Kairo, die ursprünglich von einer saudischen Gesellschaft gegründet, vor kurzem aber vollständig von einem ägyptischen Investor übernommen wurde. Die Airline betreibt eine moderne Flotte aus Airbus A320-Flugzeugen und bietet sowohl Linien- als auch Charterflüge an. Sie verbindet wichtige Städte in Ägypten, Saudi-Arabien, Kuwait und Italien und ist eine günstige Alternative zu europäischen Fluggesellschaften.
Das Verbindungsnetzwerk von Nesma Airlines
Nesma Airlines verbindet deutsche Flughäfen wie Düsseldorf, Berlin, Stuttgart und München mit ägyptischen Destinationen wie Hurghada, Sharm El Sheikh, Marsa Alam, Luxor und Aswan. Die meisten dieser Verbindungen werden im Auftrag von Reiseveranstaltern durchgeführt. In Saudi-Arabien und Ägypten ist das Verbindungsnetz gut ausgebaut, allerdings fliegt die Airline die jeweiligen Destinationen mehrmals wöchentlich, aber nicht täglich an.
Wer spontan an den Strand fliegen möchte, sollte nach saisonalen Angeboten Ausschau halten, denn die Airline veröffentlicht von Zeit zu Zeit befristete Promotions auf ihrer Website. So konnte ich im Sommer ganz entspannt für einen Kurztrip vom Flughafen Friedrichshafen in den ägyptischen Badeort reisen, eine Verbindung, die nur dienstags verfügbar war.
Preisklassen
Nesma Airlines verzichtet auf versteckte Aufpreise und komplizierte Punktesysteme. Bei Inlandsreisen steht ausschließlich Economy zur Verfügung, bei internationalen Flügen hast du die Wahl zwischen Economy und Business-Class. Wie bei den meisten Fluggesellschaften gilt: Wer mehr bezahlt, bekommt mehr Komfort bei Beinfreiheit und Mahlzeiten.
Genau diese Transparenz schätze ich als Reise-Purist. Bei einer Flugzeit von knapp über vier Stunden von Deutschland nach Ägypten sind Extras wie Steckdosen, Kissen oder Decken ohnehin nicht entscheidend. Wichtiger ist, dass Handgepäck ohne Aufpreis mitgenommen werden kann.
Economy
In der Economy bekommst du:
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7 kg Handgepäck (maximal 45 x 35 x 15 Zentimeter)
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20 kg aufgegebenes Gepäck auf internationalen Flügen
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Warme Mahlzeit, leichter Snack oder Sandwich auf internationalen Flügen plus heiße und kalte Getränke
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Kostenpflichtige Mahlzeiten auf Inlandsreisen
Seit dem jüngsten Design-Update empfängt Nesma Airlines die Passagiere mit königsblauen Ledersitzen und bunten Kopfstützenbezügen. Das Bodenpersonal am Check-in ist nicht drakonisch streng bei etwas Extragewicht, aber man sollte nicht zu stark über die Stränge schlagen. Ich wiege Handgepäck und Koffer immer im Hotel mit einer leicht verstaubaren digitalen Kofferwaage.
Business-Class
Dank breiteren Sitzen und verstellbaren Kopfstützen ist das Flugerlebnis in der Business-Class natürlich komfortabler. Da Business-Class ausschließlich auf internationalen Flügen verfügbar ist, erhalten Business-Gäste dort eine warme Mahlzeit, einen leichten Snack oder ein Sandwich sowie heiße und kalte Getränke. Die Airline serviert keinen Alkohol in beiden Klassen und erlaubt auch nicht, dass du ihn zum Verzehr an Bord mitbringst.
Ich trinke auf Flügen aus Prinzip keinen Kaffee, weil er einfach nie wirklich frisch gebrüht schmeckt. Dann lieber einen Tee – und hier hat mich Nesma Airlines in der Business-Class mit einer guten Auswahl überrascht. Das Amenity-Kit ist mit dem Notwendigsten – wie Dental-Set, Ohrstöpsel und Schlafmaske – ausgestattet. Wer möchte, kann sich vom netten Bordpersonal Lesematerial bringen lassen, die Magazine und Zeitungen sind allerdings nur auf Englisch oder Arabisch.
Zusätzlich zum oben beschriebenen Handgepäck bekommst du in der Business-Class auf internationalen Flügen 30 Kilogramm aufgegebenes Gepäck. Ich kann zudem empfehlen, regelmäßig die Website der Fluggesellschaft zu checken. Von Zeit zu Zeit gibt es dort Aktionen, bei denen weiteres Gepäck zu einem günstigeren Preis angeboten wird – für beide Klassen.
Sitze und Beinfreiheit
Die Sitze in den Airbus A320-Flugzeugen von Nesma Airlines bieten die typische 3×3-Anordnung in der Economy und 2×2 in der Business-Class. Auch die Breite ist in der Economy mit 43 Zentimetern ebenso Standard wie die Beinfreiheit mit 76 Zentimetern und einem Rücklehnradius von gut sieben Zentimetern.
Da ich immer auf der Suche nach einem Platz mit etwas Ausstreck-Potenzial bin, ist die erste Economy-Reihe mein Favorit. Der „Bulkhead” punktet durch den zusätzlichen Abstand zur Trennwand –, also am besten 1 A, C, D oder F buchen, B und E sind die Mittelsitze.
Alternativ schwöre ich auf die Plätze in den Exit-Reihen wie 14 A, C, D oder F: Hier genießt du deutlich mehr Bewegungsfreiheit, ideal für längere Gliedmaßen. Dabei solltest du aber bedenken, dass bei diesen Plätzen der Stauraum fehlt, du musst also Tasche oder Rucksack in der Gepäckablage unterbringen.
Die Reihe 11 meide ich wiederum so gut es geht, da sich diese Sitze nicht nach hinten lehnen lassen. Noch konsequenter bin ich bei der Reihe 31 als no-go: Der Dreiklang aus Toiletten-Lage, eingeschränktem Neigungswinkel und dem langen Stau nach der Landung macht mir einfach schlechte Laune.
In der Business-Class musst du eigentlich nur nach Gang- oder Fenstervorliebe entscheiden: Mit 114 Zentimetern Beinfreiheit, 46 Zentimetern Weite sind die Sitze alle bequem.
Check-in
Ich liebe das Fliegen und Flughäfen faszinieren mich auch nach vielen Reisen immer noch. Deshalb komme ich gerne früh am Flughafen an. So bleibt mir Zeit, einen Snack zu kaufen oder mich beim Duty Free einzudecken – bei Nesma Airlines besonders wichtig, weil es keinen Bord-Shop gibt.
Für internationale Flüge empfiehlt die Airline, mindestens dreieinhalb Stunden vor dem planmäßigen Abflug am Flughafen zu sein, und du solltest dein Gepäck drei Stunden vor Abflug registrieren. Für nationale Flüge gilt in der Regel, zwei Stunden vor Abflug da zu sein. Ich empfehle, sich genau an diesen Zeiten zu orientieren, denn oft ist nur ein Schalter geöffnet. In der Stunde vor Abflug wird die Schlange deutlich länger.
Online-Check-in ist laut Website für internationale Flüge ab 24 bis drei Stunden vor Abflug möglich, für Inlandsflüge ab 24 bis zwei Stunden vor Abflug, hat bei mir aber nie reibungslos funktioniert. Ein App-Check-in existiert nicht. Wer einen Koffer eincheckt, muss ohnehin in der gleichen Schlange warten, da es keinen gesonderten Gepäckabgabeschalter gibt.
WiFi und Bordunterhaltung bei Nesma Airlines
Ich freue mich, gerade auf Strecken unter sechs Stunden, mal unerreichbar zu sein. Dass Nesma Airlines kein WiFi im Angebot hat, empfinde ich deshalb als erfrischend. Denn sobald das Internet für einen Aufschlag erhältlich ist, erliege ich meistens nach dem Take-off der Versuchung und checke prompt Nachrichten.
Hier lehne ich mich lieber zurück und genieße einen spannenden Film. Nesma Airlines bietet AirFi-Inflight-Entertainment: Das interne Netzwerk an Bord ist kostenlos, es gibt aber keine Bildschirme in den Sitzreihen. Um das Angebot aus Filmen, Serien, Musik und Spielen nutzen zu können, musst du dein Tablet oder Handy mitbringen und dich über das interne Netz verbinden. Die Auswahl ist auf Englisch oder Arabisch.
Für deutsche Titel solltest du Serien oder Filme vor dem Boarding direkt auf dein Gerät herunterladen und darauf achten, dass sie im Offline-Modus abspielbar sind.
Das Aufladen der Batterien nicht vergessen! Da Nesma Airlines keine Steckdosen an den Sitzen hat, lade ich alles auf 100 Prozent und packe einen externen Akku ins Handgepäck. Ich investiere vorab etwas Zeit in die Auflade-Planung – falls die Schlangen an der Security lang sind, kann es am Gate hektisch werden. Außerdem habe ich vor allem an kleineren Flughäfen keine Lust, nach Steckdosen zu suchen.
Bordpersonal
Ob das Bordpersonal Deutsch spricht, hängt von der Strecke ab. Gerade bei Ferienangeboten und Pauschalreisen ab Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit hoch, bei Flügen zwischen Saudi-Arabien und Ägypten wird die Crew aber nur auf Englisch und Arabisch kommunizieren.
Ich habe bei einem Flug mit Nesma Airlines immer einen Spickzettel mit drei oder vier Floskeln auf Arabisch griffbereit. Worte wie „Ahlan” („Hallo”) oder „Shukran” („Danke”) sind einfach und zaubern garantiert ein zusätzliches Lächeln in die Gesichter der Bord-Crew. Höflich ist es, „Lo samaht” („Entschuldigung”) zu sagen, wenn man etwas möchte.
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