Scandinavian Airlines System (SAS mit einzeln ausgesprochenen Buchstaben oder „Sass“, wenn es wie bei den Einheimischen klingen soll) ist das skandinavische Flaggschiff unter den Airlines. Kürzlich hat die Fluggesellschaft Star Alliance verlassen und ist SkyTeam beigetreten. Das Netz der Langstreckenverbindungen hat derzeit seinen Mittelpunkt in Kopenhagen. Die Karte der Flugstrecken entwickelt sich stets weiter, um sich an neue Partner wie Delta und Air France-KLM anzupassen. Hier erfährst du alles, was du wissen musst, wenn du mit dieser Airline fliegst.
Warum mit SAS fliegen?
SAS punktet insbesondere mit attraktivem, typisch skandinavischem Service zu günstigen Preisen. Das gilt vor allem für Premium-Kabinenklassen auf Verbindungen mit Anschlussflug zwischen Nordamerika und Europa. Im Vergleich zu den großen europäischen Airlines ist SAS zwar etwas kleiner. Doch dafür findest du hier oft tolle Angebote für Transatlantik-Flüge.
Die Hauptstädte in Nordeuropa sind nicht so komfortabel gelegen wie andere europäische Drehkreuze. Außerdem ist SAS als Marke in den USA unbekannter als in Deutschland und Europa. Daher setzt die Airline auf attraktive Preise, wovon du profitierst.
Meiner Meinung nach ist die Business Class auf Langstreckenflügen unterschätzt. Die Sitze sind bequem, das Design ist dezent. Speisen und Getränke sorgen für skandinavische Vibes. Das ist zwar alles etwas minimalistischer als bei einigen anderen Airlines. Aber es fühlt sich genau richtig an. Die Servicequalität kann sich von Flug zu Flug unterscheiden. Aber die bequemen Sitze sind der Hauptgrund, um in der Business Class von SAS zu fliegen.
Außerdem sind die Drehkreuze in den nordischen Ländern (Oslo, Kopenhagen und Stockholm) alle relativ klein, durchdacht gestaltet und umkompliziert beim Umsteigen. Auf die Debatte, welcher dieser Flughäfen der beste ist, lasse ich mich hier nicht weiter ein – obwohl mein Heimatflughafen Stockholm darunter ist.
Reiseziele
SAS hat ein relativ kleines interkontinentales Streckennetz, das sich hauptsächlich auf Nordamerika konzentriert. Damit erreichst du große Städte im Osten der USA und Kanada wie New York (JFK und Newark), Boston, Washington, D.C., Atlanta, Chicago und Toronto. Außerdem fliegt SAS nach San Francisco, Seattle und Los Angeles an der Westküste. Auch Miami wird nonstop angeflogen. Nach Asien gibt es weniger Verbindungen – derzeit nach Seoul und Bangkok, abhängig von der Saison.
Innerhalb Europas bietet SAS ein solides Streckennetz. Die Airline verbindet die wichtigsten skandinavischen Städte mit sonnigen Urlaubszielen ebenso wie mit Wirtschaftszentren. Durch den Wechsel zu SkyTeam ändert sich die Europakarte. Daher wirst du häufiger Flüge zu Drehkreuzen der Partner-Airlines wie Amsterdam oder Paris finden. Die Knotenpunkte der Star Alliance wie Frankfurt am Main werden dagegen seltener angeflogen.
Experten-Tipp: Während der Nebensaison bietet SAS als einzige Airline Nonstop-Flüge von den USA nach Oslo im Winter an. Außerdem zählt sie zu den wenigen, die das ganze Jahr über von Nordamerika nach Stockholm fliegen. Darüberhinaus ist sie der einzige Anbieter von Direktflügen zwischen Skandinavien und Kanada (insbesondere Toronto) im Winter. Kopenhagen ist wiederum das ganze Jahr über ein Drehkreuz mit zahlreichen Langstreckenflügen. Denn hier gibt es auch die meisten Anschlussflüge nach Deutschland oder an andere Ziele in Europa.
Die SAS-Flotte
SAS fliegt mit einer modernen und treibstoffeffizienten Flotte. Darunter befinden sich leise, komfortable A350- und A320NEO-Maschinen.
Selbst die älteren Flugzeuge des Typs A330 sind in einem so guten Zustand, dass du ihnen ihr Alter nicht anmerkst. Bei kürzeren Strecken in Europa kommen die Flugzeugtypen Embraer E195LR und CRJ900 zum Einsatz.
Du wirst feststellen, dass einige Flugzeuge unter „SAS Connect“ unterwegs sind, andere unter „SAS Link“ und wieder andere nur unter „SAS“. Mach dir als Passagier aber keine Gedanken darüber. Das Erlebnis an Bord ist im Wesentlichen gleich. Hauptsächlich geht es dabei um Arbeitsverträge. Der einzige spürbare Unterschied: Bei SAS Connect ist die Crew etwas internationaler, da es Basen in London Heathrow und Kopenhagen gibt. Bei den Flügen mit SAS und SAS Link sind die Crews in Skandinavien ansässig.
So funktioniert „SAS Premium“ (ehemals „SAS Plus“)
SAS hat kürzlich die Angebote für seine Kabinenklassen neu strukturiert. „SAS Plus“ heißt bei Langstreckenflügen jetzt „Premium“. Für Flüge in Europa wurde eine neue, separate Business-Kabinenklasse eingeführt. Das kann zunächst etwas verwirrend klingen. Lass mich das näher erklären
Bei Flügen innerhalb Europas ist jetzt Business die Top-Kabinenklasse der Airline. Hier kannst du jetzt (endlich) einen Sitz in der Economy mit freiem Mittelplatz buchen. Außerdem sind kostenlose Mahlzeiten und Getränke sowie Vorteile wie Priority Boarding und zwei Aufgabegepäckstücke inklusive. Sofern verfügbar, sind auch Fast Track und Zugang zur Lounge inbegriffen. Auf einigen europäischen Flugstrecken gibt es auch eine Premium-Kabinenklasse. Das ist im Prinzip ein Sitzplatz in der Economy ohne freien Mittelplatz. Ansonsten ähneln die Vorteile der Business Class.
Auf Langstreckenflügen ist Premium (vormals Plus) eine Premium Economy-Kabine. Die Sitze sind breiter und haben mehr Beinfreiheit. Außerdem sind Mahlzeiten und Getränke kostenlos. Und hier wird es jetzt ein wenig kompliziert: Wenn du für deinen Langstreckenflug Business gebucht hast, beinhaltet dein Anschlussflug in Europa ebenfalls die Business Class, mit der du Zugang zur Lounge von SAS hast. Falls dein Langstreckenflug jedoch in der Premium Class stattfindet, ist dein Anschlussflug in Europa normalerweise in der Economy Class – sofern du keinen Elite-Status hast. Hier ist also kein Zugang zur Lounge inklusive.
Erlebnis an Bord
Wenn du mich fragst, ist die Business Class von SAS hervorragend. Die Premium Class auf Langstreckenflügen (die ehemalige Plus Premium Economy) ist bequem und es gibt hier oft tolle Angebote. Selbst die Economy ist ziemlich komfortabel. Nur beim Service gibt es einige Einschränkungen. Sofern der Preis stimmt, zählt SAS zu meinen bevorzugten Optionen, um über den großen Teich zu fliegen – ganz egal, in welcher Kabinenklasse.
Langstreckenflüge in der Economy Class
Die Economy Class erfüllt die typischen Erwartungen. Aber beruhigende Grautöne, Paneele in Holzoptik und eine blaue Stimmungsbeleuchtung sorgen für ein überraschend angenehmes Ambiente. Beim Komfort der Sitze musst du keine Abstriche machen. Die Beinfreiheit ist typisch für die Economy.
Was du wissen solltest: In der Economy auf Langstreckenflügen hat sich SAS für ein Servicemodell entschieden, das Low-Cost-Airlines ähnelt. Du erhältst eine kostenlose Mahlzeit mit einem alkoholfreien Getränk. Alle Weitere, wie eine zusätzliche Sprite oder jegliche Form von Alkohol, kostet extra. An deinem Sitzplatz wird dir eine Wasserflasche angeboten. Auch Kaffee, Tee und Wasser sind während des ganzen Flugs immer kostenlos.
SAS verlangt nach einigen Beschwerden auch keinen Aufpreis mehr für Kindergerichte oder vegetarische Mahlzeiten. Das ist definitiv ein Fortschritt!
Experten-Tipp: Du kannst zusätzlich eine Premium-Mahlzeit vorbestellen, die zwei Getränke deiner Wahl beinhaltet. Meiner Ansicht nach lohnt sich der Aufpreis nicht. Aber wenn dir eine größere Mahlzeit wichtig ist, ist dies auf jeden Fall eine Option.
Langstreckenflug in der Premium Economy Class
Premium (früher SAS Plus) innerhalb der Premium Economy bietet dir breitere und besser gepolsterte Sitze mit mehr Beinfreiheit. So schläfst du bei einem Langstreckenflug bequemer. Kostenlose Mahlzeiten und Getränke sind auf jeden Fall ein Vorteil. Meiner Ansicht nach ist hier die goldene Mitte zwischen Komfort und Preis. Außerdem kannst du für einen vertretbaren Preis auf ein Upgrade in die Business Class bieten. Dazu nutzt du entweder deine Kreditkarte oder EuroBonus-Punkte.
Langstreckenflüge in der Business Class
Die Business Class eignet sich perfekt zum Schlafen und Entspannen. Die Kabinen sind stilvoll eingerichtet. Dazu erwarten dich tolle Menüs mit einer interessanten Auswahl an nordischen Getränken und gesunden Mahlzeiten. Alle Sitze lassen sich vollständig zu einem flachen Bett ausklappen.
Die Fußräume sind so großzügig, dass du viel Bewegungsfreiheit genießt. Häufig ist diese Kabinenklasse zu einem tollen Preis verfügbar – und meiner Meinung nach komplett unterschätzt.
Experten-Tipp: Falls dir Privatsphäre besonders wichtig ist, wählst du am besten einen Fensterplatz mit gerader Sitznummer. Diese Sitze befinden sich näher am Fenster und haben ihre Konsole zum Gang hin. So hast du mehr Privatsphäre als auf den Plätzen mit ungerader Nummer.
Innereuropäische Flüge in der Business Class
SAS hat kürzlich wieder eine richtige Business-Kabinenklasse mit freien Mittelsitzen auf europäischen Flügen eingeführt. Wie bei anderen Airlines handelt es sich trotzdem nur um einen Sitz in der Economy ohne zusätzliche Beinfreiheit. Aber jetzt hast du wenigstens durch den freien Mittelsitz etwas mehr Platz zur Verfügung. Außerdem profitierst du von kostenlosen Mahlzeiten und Getränken sowie Priority Boarding – und dort, wo es verfügbar ist, auch Lounge-Zugang und Fast Track. Falls der Preisunterschied gering ist, kann sich die Buchung definitiv lohnen.
Experten-Tipp: Versuche, dir einen Sitzplatz in der ersten Reihe zu sichern. Weil direkt vor dir die Trennwand ist, kann sich niemand in deinen Bereich zurücklehnen. Da ich gerne am Fenster sitze, kann ich so aufstehen, ohne meine Sitznachbarn zu stören. Das ist mir viel wert.
Upgrades
SAS hat ein tolles Programm zum Bieten auf Upgrades – bei ausgewählten Flügen sogar mit Live-Geboten. Oft habe ich mir schon mit dem Mindestgebot ein Upgrade sichern können. Und es ist die perfekte Möglichkeit, deine SAS EuroBonus-Punkte einzusetzen. Wenn du häufig genug mit SAS und den Partner-Airlines fliegst, um einige Punkte zu sammeln, kannst du dir per Kreditkarte oder mit Punkten regelrechte Upgrade-Schnäppchen sichern. Das ist einer der Top-Vorteile von Flügen mit dieser Airline.
Treueprogramm
SAS EuroBonus ist das Vielfliegerprogramm der Airline. Nicht nur bei Upgrades bietet es Vorteile. Es eignet sich perfekt für Familien. Denn beim Point Sharing kannst du eine Gruppe mit bis zu sieben anderen Freunden oder Familienmitgliedern bilden – insgesamt also acht Personen. Dabei werden alle verdienten Punkte zu einem gemeinsamen Guthaben zusammengefasst, ganz ohne Zusatzkosten. Prämientickets für Kinder zwischen 2 und 11 Jahren kosten 50% des Punktepreises eines Tickets für einen Erwachsenen. Der Goldstatus erfordert entweder 45.000 Basic Points oder 45 qualifizierende Flüge innerhalb eines 12-monatigen Qualifikationszeitraums. Aus diesen Gründen bleibe ich beim Eurobonus-Programm.
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