Thai AirAsia ist ein Gemeinschaftsunternehmen der malaysischen Billigfluggesellschaft AirAsia und der thailändischen Asia Aviation. Der Ableger Thai AirAsia X bedient mit seinen Airbus-A330-Flugzeugen Langstreckenflüge, etwa nach Sydney. Zusammen fliegen beide Airlines 25 Inlandsziele in Thailand über insgesamt 34 Inlandsstrecken und zahlreiche Destinationen im asiatischen Ausland an.
Der Haupt-Hub ist der Don Mueang Airport in Bangkok (AirAsias größter Hub in Thailand), wobei Flüge nach Chiang Mai, Phuket, Krabi und Hat Yai auch vom Bangkok Suvarnabhumi Airport abgehen. Während Thai AirAsia als klassische Billigairline gilt, bin ich ein großer Fan des Unternehmens. Die Preise sind gut, der Service ist freundlich und im Gegensatz zu vergleichbaren europäischen Partnern kamen meine AirAsia Flüge in der Vergangenheit meistens pünktlich an.
Buchung bei AirAsia
Buchen kannst du deinen Flug ganz einfach auf der AirAsia Webseite oder über die AirAsia MOVE App. Die Plattform ist inzwischen zu einer digitalen Lifestylemarke gewachsen und bietet nicht nur Flüge, sondern auch Hotels, Transfers und sogar Event-Tickets an. Der riesige Vorteil: Du siehst nicht nur Flüge aller AirAsia Ableger, sondern auch Verbindungen mit über 700 anderen Airlines weltweit.
So kannst du genau den Flug finden, der für dich am besten passt. Was daran besonders praktisch ist: Du kannst auch Flüge mit einem Layover, die von 2 verschiedenen Fluggesellschaften durchgeführt werden, buchen. Bei solchen Verbindungen handelt es sich meist um sogenannte „Self-Transfer”-Buchungen: Du kannst beide Flüge in einem Rutsch bezahlen. Am Umsteigeflughafen musst du aber dein Gepäck selbst abholen und neu aufgeben, die Einreiseformalitäten erledigen und für den Weiterflug erneut einchecken.
Tarife bei AirAsia
AirAsia bietet insgesamt vier Tarife an: Low Fare, Value Pack, Premium Flex und Premium Flatbed. Für die meisten Thailand-Reisenden sind die ersten drei relevant, denn Premium Flatbed ist ein AirAsia-X-Produkt und auf deren Airbus-A330-Flügen verfügbar.
Low Fare
Der Basistarif ist die sogenannte Low Fare bei Thai AirAsia. Neben deinem Flugticket ist nichts im Preis enthalten, außer ein Handgepäck, das 7 kg nicht überschreiten darf. Die Chancen, dass du damit hinterher auf einem Mittelplatz landest, stehen ziemlich gut.
Fliegst du nur eine kurze Strecke innerhalb Thailands, ist das vielleicht egal. Hast du einen längeren Flug ins Ausland, dann kannst du für einen Sitzplatz deiner Wahl bezahlen. Zudem kannst du auch Gepäck, Speisen, Versicherung und andere Extras separat buchen.
Value Pack
Beim Value Pack sind neben dem Handgepäck schon 20 kg Freigepäck inkludiert. Zudem kannst du dir einen Standardsitz aussuchen und bekommst eine Mahlzeit sowie eine Tune-Protect-Versicherung. Diesen Tarif wirst du wahrscheinlich als Thailand-Urlauber am ehesten nutzen, denn so kann auch dein Koffer mit.
Premium Flex
Der Premium Flex ist super, wenn du wie ich nicht gerne Schlange stehst oder lange wartest, denn er beinhaltet Xpress Baggage fürs Gepäck sowie Dedicated Check-in und Xpress Boarding. Gerade der Priority Check-in kann sich lohnen, denn an den AirAsia Schaltern kann es wegen des hohen Flugaufkommens ganz schön voll werden. Zudem kannst du dir einen Hot Seat aussuchen, mit mehr Beinfreiheit oder ganz vorne im Flieger.
Auch wenn du glaubst, dass sich deine Reisepläne noch kurzfristig ändern könnten, ist der Premium Flex Tarif super. Mit ihm kannst du deinen Flug insgesamt zweimal umbuchen und das sogar bis zu zwei Stunden vor Abflug (eine eventuelle Tarifdifferenz fällt dabei an).
Freigepäck bei AirAsia
Beim Gepäck ist AirAsia ähnlich streng wie die meisten Billigfluggesellschaften, aber bei Thai AirAsia ist es relativ günstig, vorher online mehr Gepäck anzumelden. Wenn du weißt, dass dein Gepäck über dem zulässigen Gewicht liegt, buch auf jeden Fall vorher mehr dazu. Das ist online nämlich um einiges günstiger als am Flughafen.
Wie streng AirAsia kontrolliert, kommt auf den Airport an. In Malaysia wird sogar immer das Handgepäck gewogen, während es an den thailändischen Flughäfen etwas entspannter zugeht.
Neben deinem regulären Freigepäck kannst du mehr Kilos für deinen Koffer kaufen oder, was ich besonders toll finde, zusätzliches Handgepäck (Xtra Carry-on) wählen.
Gerade wenn du wie ich mit einem Rucksack und nicht mit einem Koffer reist, kommt dein Handgepäck wahrscheinlich immer durch. Aber sicher ist sicher: Wiegen deine Siebensachen mehr, dann buch dir lieber extra Freigepäck dazu.
Sitze
Die Sitze bei AirAsia sind ziemlich klein mit wenig Beinfreiheit, besonders wenn du größer als 1,75 m bist. Die Sitze lassen sich leicht nach hinten klappen, wovon erstaunlicherweise sehr viele Reisende auch bei Kurzstreckenflügen tagsüber Gebrauch machen. Lass auf jeden Fall den Laptop in deiner Tasche, sodass im Fall der Fälle nur deine Knie, aber nicht der Bildschirm eingequetscht werden.
Wenn du sehr groß bist oder einen Verbindungsflug erwischen musst, lohnt sich ein Hot Seat. Im vorderen Kabinenbereich und in den Reihen am Notausgang hast du mehr Beinfreiheit (für Notausgangsplätze gelten bestimmte Sicherheitsanforderungen), und die vorderen Reihen bringen dich als Erstes aus dem Flugzeug.
Angebot an Bord
Im Moment gibt es kein Wi-Fi auf den Thai AirAsia Flügen und das Bordunterhaltungsprogramm Xcite ist derzeit ausgesetzt. Willst du Filme oder Serien gucken, dann musst du sie dir vorher auf dein Tablet oder Smartphone laden. Achte auch darauf, dass alle deine Geräte aufgeladen sind, denn es gibt keine Lademöglichkeiten in den meisten AirAsia Flugzeugen.
Essen
Beim Value Pack und dem Premium Flex Tarif ist eine Mahlzeit mit dabei. Beim Value Pack suchst du dir schon bei der Buchung aus, was du möchtest. Im Flugzeug checkt das Personal deine Bestellung anhand deines Boardingpasses und schon heißt es „guten Appetit”. Alternativ kannst du dir online bis zu 24 Stunden vor Abflug Mahlzeiten extra vorbestellen oder dir im Flieger spontan ein Santan Express Meal kaufen (jeweils nach Verfügbarkeit). Auf den meisten Flügen geht die Crew erst mit den vorbestellten Mahlzeiten durch und danach können sich alle anderen etwas holen.
Am besten kommst du vorbereitet und hast sowohl thailändische Baht als auch eine Kreditkarte zur Hand. In der Regel bezahlst du in der Währung des Landes, aus dem du abfliegst.
Zu essen gibt es neben Snacks auch malaysische Klassiker wie Pak Nasser’s Nasi Lemak.
Was ich besonders schätze: Auf allen Flügen, die ich schon mit AirAsia gemacht habe, gab es immer eine warme vegane Mahlzeit. Perfekt, wenn du auch einfach nur auf Fleisch im Flugzeug verzichten willst.
Dazu natürlich in Asien unabdingbar – Bubble Tea oder in Thailand ein klassischer Thai-Eistee.
ZoneUp
ZoneUp ist ein Angebot von AirAsia, das ich neulich selbst getestet habe. Dabei kannst du über ein von Plusgrade betriebenes Gebotssystem ein Upgrade auf einen besseren Sitz oder sogar auf einen Premium Flatbed abgeben, nachdem du dein Ticket gekauft hast. Etwa sieben Tage vor deiner Reise wirst du per E-Mail über die Möglichkeit informiert, oder du kannst selbst auf der Upgrade-Webseite checken, ob dein Flug für ZoneUp berechtigt ist.
Mit einem kleinen Zeiger kannst du dein Gebot abgeben und siehst sofort, wie gut deine Chancen stehen. Spätestens vier Stunden vor dem Abflug bekommst du per E-Mail mitgeteilt, ob dein Gebot angenommen wurde; erst dann wird deine Kreditkarte belastet.
Bei meinem Flug bekam ich für umgerechnet sieben Euro mehr einen Sitzplatz in der ersten Reihe. Zusätzlich konnte ich den Priority Check-in nutzen, ein riesiger Vorteil, denn die regulären Schlangen am Flughafen waren ziemlich lang. Rechne dir am besten schon bei der Buchung durch, was der Hot Seat und Xpress Service kosten würde. So kannst du gut vorbereitet ein Gebot abgeben, wenn dein Flug für ZoneUp zulässig ist.
Red Carpet
Für einige ausgewählte Flüge und Routen kannst du den VIP-Service von AirAsia, den Red Carpet dazu buchen. Online geht das bis zu vier Stunden vor Abflug; am Flughafen ist die Buchung ab vier Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit möglich.
In Thailand steht dir der Red Carpet an beiden Bangkok Flughäfen (Don Mueang und Suvarnabhumi), in Chiang Mai, Chiang Rai, Phuket, Udon Thani und Hat Yai zur Verfügung. Dazu gehört ein Priority-/Fast-Track-Schalter zum Check-in, priorisierte Gepäckausgabe und bevorzugtes Boarding. Der für mich größte Vorteil beim Red Carpet Service ist der Zugang zu einer Premium Lounge mit Speisen und Getränken, während man auf den Abflug wartet. Bei FD- und XJ-Abflügen aus Thailand hast du Zugang zu den Coral Executive Lounges mit einem eigens gestalteten AirAsia-Bereich und einem Signature-Willkommensgetränk.
Vielfliegerprogramm
AirAsia hat ein eigenes Vielfliegerprogramm, das sich einfach AirAsia rewards nennt. Die Mitgliedschaft kannst du kostenlos beantragen und es gibt vier Status-Stufen: Red, Gold, Platinum und Black. AirAsia Points sammelst du bei Flugbuchungen, aber auch bei der Buchung von Hotels und beim Einkaufen über die AirAsia MOVE App und Webseite. Hast du genug Punkte gesammelt, kannst du diese wieder für Flüge oder Hotels ausgeben.
Während ich schon sehr lange bei AirAsia rewards mitmache, ist das Punktesammeln etwas mühsam. Gerade wenn man nicht wirklich regelmäßig in Thailand und Südostasien mit AirAsia Flüge bucht. Vorteile wie ein Punktemultiplikator von bis zu siebenfach und Priority Check-in, Boarding sowie Gepäckvorteile gibt es nämlich erst ab dem Platinum Status – und der ist ganz schön schwer zu erreichen. Wohnst du in Thailand, dann kann es sinnvoll sein, wenn du dir von der Bangkok Bank die AirAsia Kreditkarte zum Punktesammeln holst – sie bietet zusätzlich Priority-Services wie Boarding, Check-in und Xpress Baggage.
Aber auch so bringt das Rewards Programm keinerlei Nachteile. Du musst nämlich nicht warten, bis du genug Punkte für einen ganzen Flug zusammen hast. Stattdessen kannst du beim Bezahlen ganz einfach deine Punkte nutzen und den Rest dazuzahlen. So kannst du hier und da ein paar Baht sparen.
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