British Airways ist nicht nur für Flüge innerhalb Europas eine zuverlässige Wahl, sondern auch bei Reisen auf andere Kontinente, zum Beispiel in die USA. BA ist eine Fluggesellschaft alter Schule. Sie hat den Ruf, dass Reisende schon vorher wissen, was sie bekommen, und sich darauf auch verlassen können. Die nationale Airline des Vereinigten Königreichs fliegt von ihrem Heimatflughafen London Heathrow aus über 200 Reiseziele in fast 80 Ländern an. Etwa 32% der Kapazität bilden Flüge über den Nordatlantik.
Partner-Airlines
British Airways betreibt mehrere Flugverbindungen über Partner-Airlines. Die Fluggesellschaft ist ein wichtiges Mitglied der oneworld Alliance, in der sich große Airlines zusammengeschlossen haben, um mehrere Tausend Reiseziele weltweit miteinander zu verbinden. Wenn du über die Website von BA buchst, kannst du also auch in einem Flugzeug von American Airlines, Qantas oder Qatar Airways landen.
Die Muttergesellschaft von British Airways ist die International Airlines Group (IAG), zu der auch andere große europäische Fluggesellschaften wie Iberia und Aer Lingus gehören. Und obwohl sie alle eine große Familie bilden, hat jede Airline ihr ganz besonderes Flair, eigene Tarifregelungen und ein unverwechselbares Erlebnis an Bord. Mein Tipp? Schau dir immer die Flugnummer an. Wenn sie nicht mit „BA“ beginnt, wirst du mit einer Partner-Airline fliegen. Daher lohnt sich eine kurze Suche, um zu schauen, was dich erwartet.
Executive Club Vielfliegerprogramm
Das Vielfliegerprogramm von British Airways trägt den etwas großspurigen Namen „The Executive Club“. Mit mehr als 13 Millionen Mitgliedern weltweit ist es sehr gut etabliert. Außerdem ist die Teilnahme kostenlos. Wegen der Größe und Reichweite von British Airways – einschließlich der Mitgliedschaft in der oneworld Alliance – ist die effiziente Nutzung des Programms allerdings etwas kompliziert.
Bei Flügen mit BA oder Partner-Airlines sammelst du Punkte, die als „Avios“ bezeichnet werden. Auch beim Buchen von Hotels und Mietwagen kannst du sie sammeln. Die Berechnung von Avios ist eher höhere Mathematik. Denn sie hängt von Airline, Flugstrecke, Tarifklasse und deiner Mitgliedschaftsstufe (Blue, Bronze, Silver oder Gold) ab. Wenn du mit British Airways oder Iberia fliegst, sammelst du Avios auf Basis deiner Ausgaben für den Flug. Einige Partner-Airlines vergeben die Punkte nach wie vor anhand der geflogenen Entfernung.
Beim Einlösen der Avios für einen „Prämienflug“ gibt es einen Haken: Sie decken nur den Basistarif ab. Steuern, Gebühren und Airline-Zuschläge musst du weiterhin direkt bezahlen. Und British Airways ist dafür bekannt, dass diese Kosten, insbesondere bei Abflügen aus dem Vereinigten Königreich, recht hoch ausfallen. Überprüfe also immer den Gesamtbetrag, bevor du deine Punkte in ein Flugticket verwandelst. Manchmal ist es cleverer, deine Avios zu behalten und für einen anderen Trip einzulösen.
Das musst du vor deiner Buchung wissen
In den letzten Jahren ist British Airways als Marke etwas unter Druck geraten Je nach Reiseziel gibt es meiner Erfahrung nach zwei unterschiedliche Arten von Erlebnissen. Auf den ehemals hervorragenden Ruf der Airline wirken sich vor allem ein schlechtes Erlebnis bei der Online-Buchung und die wachsende Unzufriedenheit mit dem Kundenservice aus. Letzteres gilt insbesondere bei Flugstornierungen.
Wenn du innerhalb von Europa fliegst, bietet British Airways eine der besten Erfahrungen auf dem Markt. Die Flotte für die Kurzstrecke setzt sich zusammen aus Maschinen der Typen A319, A320 und A321. Dazu zählen auch die neueren Modelle A320neo und A321neo mit neu gestalteten Kabinen und verbesserter Treibstoffeffizienz. BA bietet ein gutes Streckennetz und einen freundlichen, professionellen Service. Damit setzt sich British Airways deutlich von vielen Konkurrenten aus dem Low-Cost-Segment ab.
Bei Langstreckenflügen sieht dies allerdings ganz anders aus. BA führt derzeit ein umfassendes Modernisierungsprogramm durch. Alle Maschinen der Typen A350-100, Boeing 787-10 und Boeing 777-300ER werden jetzt mit der neuen Business Class-Kabine „Club Suite“ ausgestattet. Der Airbus A380 hingegen wartet noch auf seine Renovierung. Es ist ein Lotteriespiel, ob du in einem frisch modernisierten Flugzeug in die Luft gehst oder in einer engen Maschine, die ihre besten Jahre gefühlt schon hinter sich hat. Im Vergleich zu den modernen Flotten anderer internationaler Airlines kann dies enttäuschend sein.
So funktionieren die verschiedenen Tarifklassen
British Airways bietet im Wesentlichen vier Kabinenklassen an. Deine Optionen hängen jedoch von deiner Flugstrecke und dem Flugzeug ab. Hier zeige ich dir eine generelle Übersicht.
Kurzstreckenflüge innerhalb Europas
Auf Flügen innerhalb Europas hast du in der Regel die Wahl zwischen Economy Class („Euro Traveller“) und Business Class („Club Europe“). Um ehrlich zu sein, habe ich nie wirklich verstanden, wieso jemand für die Business Class auf einem Flug, der nur zwei Stunden dauert, so viel mehr bezahlt – insbesondere, weil die Economy Class von British Airways wirklich gut ist.
British Airways kann bei den Flugpreisen zwar nicht mir easyJet, Ryanair und ähnlichen Airlines konkurrieren – versucht es aber auch gar nicht. Im Basistarif der Economy von BA ist Handgepäck in einer vernünftigen Größe bereits im Preis inklusive. Bei den meisten europäischen Airlines ist das anders. Bei British Airways erwarten dich keine Überraschungszahlungen bei jedem Buchungsschritt. Der Preis, den du von Anfang an siehst, ist in der Regel auch der, den du tatsächlich bezahlst.
Langstreckenflüge weltweit
Auf längeren Strecken hast du mehr Auswahl: Economy („World Traveller“), Premium Economy („World Traveller Plus“), Business („Club World“) und First (auf ausgewählten Flügen). First ist etwas ganz Besonderes und wird eher selten die von dir gebuchte Option sein. Die Premium Economy trifft in der Regel die goldene Mitte.
Bei Langstreckenflügen mit BA halte ich immer nach einem Upgrade in die Premium Economy Ausschau, sofern der Preisunterschied vertretbar ist. Mehr Beinfreiheit, breitere Sitze und die kleinere, ruhigere Kabine können gerade bei einem Flug über Nacht einen riesigen Unterschied machen. Meiner Erfahrung nach findest du die besten Angebote, wenn du einige Monate im Voraus buchst, aber auch nicht allzu früh oder als Last-Minute-Flug.
An Bord: Sitze, Beinfreiheit und Ausstattung
Dank neuerer Flugzeuge und Modernisierungen ist die Flotte von British Airways für Europa auf dem neuesten Stand. BA überholt zwar die Langstreckenflugzeuge ebenfalls regelmäßig und fügt neue Maschinen hinzu. Kürzlich wurden neue Airbus A350-1000 auf Strecken wie von London nach Las Vegas oder Phoenix in den Dienst gestellt. Aber aufgrund der schieren Flottengröße sind viele Flugzeuge eben doch veraltet. Im Vergleich zu Spitzen-Airlines wie Etihad und Emirates hinkt British Airways in allen Bereichen hinterher: von Platzangebot und Layout bis hin zu Ausstattung und Annehmlichkeiten.
An Bord: Kurzstreckenflüge
Die ergonomischen Ledersitze sind viel bequemer als die meist harten, nicht verstellbaren Sitze der Low-Cost-Airlines. Selbst mit meinen 1,90 Metern Körpergröße finde ich die Beinfreiheit durchaus komfortabel. In den meisten Flugzeugen von British Airways hast du hier 76 cm Platz. Leider bieten die neuen A321neo-Maschinen dank ihrer „Space Flex“-Konfiguration insbesondere im hinteren Bereich nur noch 74 cm. Meine Knie freuen sich nicht gerade darüber. Es kann also sinnvoll sein, sich vor der Buchung über den Flugzeugtyp zu informieren.
In der Economy erhältst du eine Flasche Wasser und einen Snack kostenlos. Früher wurdest du mit Sauerrahm-Schnittlauch-Brezeln verwöhnt. In der jüngeren Vergangenheit gab es eher Snacks wie Bananenbrot oder Kekse. Da die meisten Flüge kurz sind, gibt es keine Bordunterhaltung. Lade dir also vor dem Einsteigen das herunter, was du gerne sehen oder hören möchtest.
An Bord: Langstreckenflüge
Und hier kommt jetzt die Lotterie ins Spiel. Die meisten Langstreckenflugzeuge von British Airways sind älter – und nicht alle von ihnen modernisiert. In der Economy zeigt sich das am deutlichsten durch abgenutzte Sitze und kleine, veraltete Bildschirme für die Bordunterhaltung. Einmal habe ich nach dem Einsteigen feststellen müssen, dass mein Bildschirm defekt ist. Die Crew hat mir als Ersatz einen tragbaren DVD-Player ausgehändigt. Dieser Einsatz ist zwar lobenswert, aber nicht gerade der neueste Stand der Technik.
In der Premium Economy ist die Qualität berechenbarer. In diesen kleineren Kabinen hast du insgesamt mehr Platz. Aber vor allem die 18 cm mehr Beinfreiheit im Gegensatz zur Economy verändern dein Flugerlebnis komplett. Wenn du wie ich größer als 1,80 Meter bist, macht das den Unterschied zwischen einem angenehmen und einem furchtbaren Schlaf. Außerdem haben die Sitze Beinablagen und Fußstützen. Letztere waren mir persönlich aber eher im Weg.
Kabinenpersonal
Besonders punkten kann BA meiner Erfahrung nach regelmäßig mit dem Kabinenpersonal. Natürlich kann das je nach Tag und Flugstrecke unterschiedlich sein. Aber bei meinen Flügen waren die Mitarbeiter stets professionell, effizient und wirklich stolz auf ihre Arbeit.
Und das gilt unabhängig von der Kabinenklasse. Selbst in einer vollbesetzten Economy-Kabine hat der Service selten gehetzt oder unfreundlich gewirkt. Ich konnte immer um eine zusätzliche Decke oder eine weitere Miniflasche Gin bitten. Die Crew überreicht mir alles mit einem Lächeln.
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