Der Ninoy Aquino International Airport (NAIA) in Manila ist das wichtigste internationale Drehkreuz der Philippinen und wickelt den Großteil der Flüge von und nach der Hauptstadt ab. Er gehört zu den chaotischeren Flughäfen in Asien, auch wenn sich die Lage in den letzten Jahren etwas verbessert hat. Dein Erlebnis kann sehr unterschiedlich ausfallen – von relativ unkompliziert bis zeitaufwendig und stressig – je nachdem, welches Terminal du nutzt und ob du zwischen den Terminals wechseln musst. Dennoch schaffen es täglich viele Tausend Menschen, den Flughafen unbeschadet zu passieren. Mit ein wenig Vorbereitung schaffst du das natütlich auch
.
Aufbau des Flughafens
Der NAIA verfügt über vier Terminals – von klein und alt bis hin zu groß und modern. Für den Wechsel zwischen zwei Terminals stehen Shuttlebusse zur Verfügung. Meistens besteht keine Möglichkeit, zu Fuß von einem Terminal zum anderen zu gelangen. Züge sind nicht verfügbar. Zu wissen, zu welchem Terminal du gelangen musst, ist schon die halbe Miete.
Terminals im NAIA im Überblick
Im Terminal 1 findest du alle internationalen Flüge von Philippine Airlines sowie mehrere Fluggesellschaften aus Asien und dem Nahen Osten. Hier findest du verschiedene internationale Fluggesellschaften, wobei die genauen Terminal-Zuweisungen variieren können. Das Gebäude ist zwar älter, aber du wirst dich hier leicht zurechtfinden. Allerdings ist die Zufahrtsstraße zum Abflugbereich leider besonders anfällig für Staus. Einmal musste ich tatsächlich mein Taxi stehen lassen und das letzte Stück zu Fuß zurücklegen.
Terminal 2 ist für Inlandsflüge vorgesehen und du wirst hier keine Internationalen Flüge finden. In diesem Terminal starten die Inlandsflüge von Philippine Airlines sowie die Inlandsflüge von Philippines AirAsia. Während der Renovierungsarbeiten am Terminal 4 wurden Boutique-Airlines wie AirSWIFT und Sunlight Air vorübergehend hierher verlegt.
Terminal 3 ist das neueste und geräumigste Terminal mit einem Abflugbereich, der mit anderen modernen Flughäfen in Asien mithalten kann. Wenn du einen Langstreckenflug ab Manila hast, aber nicht mit Philippine Airlines, wirst du wahrscheinlich dieses Terminal nutzen. Hier fliegen unter anderem folgende Airlines ab:
Cebu Pacific (Inlands- und internationale Flüge)
, Cathay Pacific
, KLM, United Airlines, Turkish Airlines, Qatar Airways und Qantass
Terminal 4 ist das älteste und kleinste Terminal und war ursprünglich das erste Gebäude des Flughafens. Es beherbergt normalerweise regionale Fluggesellschaften, die Inlandsflüge anbieten, wie AirSWIFT und Sunlight Air. Derzeit wird Terminal 4 jedoch renoviert, und der Betrieb wurde vorübergehend ins Terminal 2 verlegt. Das neu gebaute Terminal 4 soll in den kommenden Jahren eröffnet werden, was weitere Terminal-Verschiebungen nach sich ziehen wird.
Wohin du von Manila aus fliegen kannst
Manila ist gut mit vielen Teilen der Welt verbunden – Direktflüge auf den amerikanischen Kontinent sind jedoch etwas begrenzt. Philippine Airlines fliegt von Los Angeles, San Francisco und New York, während United einen Flug von San Francisco anbietet, der vom Terminal 3 startet. Es gibt auch einen besonderen United-Flug nach Guam auf einer schmalen 737-800 – eine interessante Möglichkeit, den Pazifik zu überqueren, wenn du Zeit hast. United hat angekündigt, diese Flotte in den kommenden Jahren durch neue Boeing 737 MAX 8 zu ersetzen.
Darüber hinaus gibt es in Manila viele Verbindungen über Golf-Airlines zu Drehkreuzen wie Dubai und Doha. Asien ist erwartungsgemäß sehr gut angebunden: Philippine Airlines bietet tägliche Flüge zu wichtigen Hauptstädten wie Tokio, Seoul, Singapur, Bangkok, Kuala Lumpur, Hanoi, Phnom Penh, Jakarta und Peking an. Und da die Philippinen ein Inselstaat sind, kannst du von MNL aus praktisch überall im Land hinkommen.
Was dich am MNL erwartet
Die wichtigste Info zum NAIA ist: Hier gibt es vier Terminals, die leider schlecht miteinander verbunden und zudem unterschiedlich aufgebaut sind. Rund um den Flughafen – insbesondere auf den Zufahrten zu den Abflugbereichen – herrscht oft starker Verkehr, daher solltest du ausreichend Zeit einplanen.
Terminalwechsel können aufgrund des Verkehrs viel Zeit in Anspruch nehmen, was ziemlich frustrierend sein kann. Sobald du jedoch in deinem Abflugterminal bist, verläuft der Prozess meist recht unkompliziert.
An- und Abreise vom MNL
Die meisten fahren mit einem Taxi von oder zum NAIA, aber achte auf Betrügereien und überhöhte Preise! Am besten nutzt du ein „Coupon-Taxi“: das Personal außerhalb des Ankunftsbereichs händigt dir einen Festpreiscoupon für die Taxifahrt zu deinem Ziel aus, sodass Diskussionen über den Fahrpreis gar nicht erst aufkommen. Flughafentaxis sind auch eine gute Option. Sie sind teurer als normale Taxis in Manila, dafür aber stressfrei. Gelbe Flughafentaxis starten bei P70, während normale weiße Stadttaxis P40 berechnen.
Tipp: Wenn du deine Fahrt lieber über eine App buchst, lade dir vorab die App „Grab“ herunter und erstelle ein Profil. Es ist die wichtigste App für Mitfahrdienste auf den Philippinen und die, die ich immer nutze, um vom Flughafen aus ein Auto zu bekommen. Uber ist hier nicht verfügbar, seit Grab die Uber-Aktivitäten in Südostasien übernommen hat.
Öffentliche Verkehrsmittel
Öffentliche Verkehrsmittel sind eine Möglichkeit, aber in der Regel komplizierter als ein Taxi zu nehmen. In der Nähe gibt es LRT- und MRT-Bahnhöfe, doch um dorthin zu gelangen, musst du zunächst einen Bus nehmen. Der Premium-Busservice UBE Express fährt von den NAIA-Terminals zu Victory Liner Pasay, das als Umsteigepunkt zu den nahegelegenen MRT- und LRT-Bahnhöfen dient. Für längere Strecken betreibt Genesis Transport Premium-Busse direkt von Terminal 3 zu Zielen wie dem Clark International Airport oder Baguio City. Beachte jedoch, dass die berühmten „Jeepneys“, obwohl sie zu den klassischen philippinisches Fahrerlebnissen gehören, normalerweise nicht direkt an den Flughafen-Terminals verkehren.
Terminalwechsel
Der Wechsel zwischen Terminals am NAIA ist supernervig, aber manchmal lässt es sich einfach nicht vermeiden. Sei dir bewusst, dass das gesamte Prozedere bis zu zwei Stunden dauern kann – plane deinen Anschlussflug also mit einem entsprechend großzügigen Puffer.
Du hast drei Möglichkeiten, zwischen den Terminals zu wechseln: den kostenlosen Flughafenshuttle, den kostenpflichtigen Premium-Bus UBE Express oder ein Taxi (ich empfehle Grab). Viele entscheiden sich für Grab, weil die Busse unberechenbar sein können. Meine Faustregel ist einfach: Habe ich viel Zeit, nehme ich den kostenlosen Bus. Bin ich in Eile, nutze ich Grab. Der Premium-Bus bietet keinen so großen Vorteil, der den Preis rechtfertigen würde.
Tipp: Gute Nachrichten für Reisende, die zwischen Inlands- und Auslandsflügen von Philippine Airlines (Terminals 1 und 2) umsteigen müssen: Die Airline betreibt einen eigenen Shuttlebus, der in der Regel zuverlässig ist, da sie auf keinen Fall wollen, dass du deinen Anschluss verpasst.
Welche Ziele sind vom NAIA gut erreichbar?
Das Ballungsgebiet rund um Manila hat etwa 15 Millionen Einwohner, und der Flughafen liegt mitten darin. Er ist tatsächlich sehr praktisch für wichtigsten Stadtteile Manilas, die Reisende üblicherweise besuchen. Das Geschäftsviertel Makati ist bei wenig Verkehr in kaum 15 Minuten erreichbar und selbst bei starkem Verkehr selten länger als 25 Minuten entfernt.
Was tun bei einem Zwischenstopp?
Angesichts der Nähe des NAIA zum Zentrum Manilas lohnt es sich bei einem längeren Zwischenstopp durchaus, kurz nach Makati hinüberzufahren, etwas zu essen und die Stadt zu erkunden. Die philippinische Regierung bietet sogar ein offizielles „Layover-Tour“-Programm mit einer Hop-on-Hop-off-Bustour an, die den Stadtteil Makati und seine Lifestyle-Hotspots abdeckt. Plane auf dem Rückweg allerdings unbedingt mögliche Verkehrsstaus ein.
WLAN
Am Flughafen Manila stehen dir täglich drei Stunden kostenloses WLAN zur Verfügung, und die gute Nachricht ist: Du brauchst dafür keine lokale Telefonnummer mehr. Passagiere können das erweiterte WLAN nutzen, ohne persönliche Daten angeben zu müssen. Falls du über keinen guten Roaming-Datentarif verfügst, rate ich dir, vor dem Flug schon eine eSIM mit Datenvolumen für die Philippinen zu besorgen – um auch außerhalb des Flughafens durchgehend online zu bleiben.
Alternativen zum MNL
Eine interessante Alternative zum NAIA ist der Clark International Airport (CRK), ein kompakter und überschaubarer Flughafen etwa 96 Kilometer nördlich der Stadt, der über ein schönes neues Terminal verfügt. Von hier aus zu fliegen macht wirklich Spaß. Der einzige Nachteil ist die Entfernung vom Stadtzentrum von Manila – die Fahrt dauert etwa eineinhalb Stunden bei guten Bedingungen, kann aber auch deutlich länger dauern. Trotzdem ist der CRK manchmal eine wirklich attraktive Alternative, da das Prozedere hier besonders unkompliziert ist und die Flugpreise oft günstiger sind.
Geplante Verbesserungen
Der Betrieb und die Instandhaltung des NAIA wurden kürzlich an die New NAIA Infra Corporation (NNIC) übertragen, während die MIAA nun als Regulierungsbehörde fungiert. Dieses private Konsortium hat bereits mit Verbesserungen begonnen, darunter ein erweitertes WLAN-Angebot, und es werden zahlreiche weitere Upgrades und Renovierungen erwartet, um den Flughafen benutzerfreundlicher zu machen und die Kapazität zu erhöhen. Hoffen wir, dass all das auch wirklich umgesetzt wird.
Neuer internationaler Flughafen Manila
Derzeit wird in Bulakan in der Provinz Bulacan, rund 35 Kilometer nördlich der Stadt, ein völlig neuer Flughafen gebaut, der Manila ein dringend benötigtes modernes Flughafenerlebnis bringen soll. Vorbereitende Bauarbeiten und Bodenstabilisierungen sind bereits weit fortgeschritten, der Bau des Terminalgebäudes soll in Kürze beginnen. Es wird erwartet, dass der NAIA auch nach Fertigstellung des neuen Flughafens in den kommenden Jahren in Betrieb bleibt und so zur Entlastung des neuen Flughafens beitragen wird. Das Verkehrsministerium hat dem privaten Konsortium, das den NAIA betreibt, eine langfristige Konzession erteilt. Damit ist sichergestellt, dass der Flughafen auch weit über die geplante Eröffnung des New Manila International Airport hinaus in Betrieb bleibt.
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